random number is 77 www.uranusmonde.deUranusmond Miranda
(Quelle: NASA, Foto der Raumsonde Voyager)Miranda ist der kleinste und innerste von den fünf größeren Monden des Planeten Uranus und wurde 1948 von Gerard Kuiper entdeckt. Er besteht etwa zur Hälfte aus Eis, der Rest sind silikatische Gesteine. Organische Verbindungen bilden dunkle Flächen. Sie stammen vermutlich von ausgegastem Methan, das unter der Weltraumstrahlung zerfällt, rekombiniert und sich in Form von höhermolekularen organischen Verbindungen niederschlägt. Mirandas Oberfläche ist von großen Bruchsystemen durchzogen, die bis zu 18 Kilometer tief sind und die Oberfläche in mehrere Gebiete mit völlig unterschiedlicher Struktur zerteilt. Eine Hälfte des Mondes ist wie bei anderen durch Krater zernarbt, der zweite Teil weist nahezu keine Krater, dafür verschiedene lineare oder auch chaotische tektonische Strukturen auf. Der Mond scheint in seiner Geschichte ein- oder mehrmals zerfallen und wieder neu aufgebaut worden zu sein. Vermutet wird, dass entweder starke Gezeitenkräfte des Uranus Miranda auseinandergerissen haben oder sie durch eine Kollision mit einem anderen Himmelskörper zertrümmert wurde. Kein anderer bekannter Himmelskörper weist eine derartige Struktur auf, weshalb Miranda der interessanteste der Uranusmonde ist.
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Globales tektonisches Modell der Miranda: die beobachtete chaotische geologische Struktur von Miranda läßt vermuten, dass der Mond in seiner Geschichte ein- oder mehrmals auseinandergefallen ist und die Bruchstücke nach Rotation wieder zusammenfanden. (© hsu 2005)
Bereits durch das einfache zweidimensionale Modell einer Zeichnung, die am Bildschirm in mehrere Teile zerschnitten und nach Rotation der Einzelteile um Beträge zwischen 20 und 160 Grad in verschiedene Richtungen wieder zusammengesetzt wird, entstehen typische Muster, wie sie auf Mieranda zu beobachten sind: Scharfe Grenzen zwischen einzelnen Bereichen, unterschiedliche Orientierung von linearen oder teilkonzentrischen Elementen, Streifen die einen ursprünglichen, durch langsame Akkretion mit Materialwechsel oder Differenzierung entstandenen Schalenaufbau nahelegen, sowie scharfe Einschnitte auf der Oberfläche zwischen den einzelnen Bruchstücken. Auf Miranda sind diese Oberflächeneinschnitte oder Täler bis zu 18 km tief, was fast einem Zwanzigstel des globalen Durchmessers ausmacht. Auf die Verhältnisse der Erdkugel übertragen ergäben sich aberwitzige Abgründe von 500 km Tiefe! Grünliche Bereich im Bild rechts wäre Schutt, der sich zwischen die größeren Bruchstücke angelagert hätte.Daten:
Durchmesser: 471,6 km
Abstand von Uranus: 129.780 km
Umlaufzeit: 1,4 Tage
Rotationszeit: 1,4 Tage
Masse: 6,33×1019 kg
Dichte: 1,15 g/cm3
Neigungswinkel des Orbits: 4,22°
Mittlere Oberflächentemperatur: -187°C
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